Die Bewohner: Elfen
Die Elfen haben eine eigene Sprache, die Ältere Rede, in der sie sich Aén Seidhe nennen. Man nennt sie auch das Ältere Volk und sogar die Uralten, das aber ist Menschensicht, denn als die Elfen in ihren Weißen Schiffen an der Westküste des Kontinents eintrafen, wo die Geralt-Saga spielt, waren Gnomen und Zwerge längst da. Die Elfen haben allerdings vor der Ankunft der Menschen diese Weltgegend beherrscht und sind von den Menschen erst allmählich verdrängt worden, teilweise in großen Kriegen. Die meisten großen Städte der Menschen sind auf den Fundamenten von Elfen- oder Zwergenstädten erbaut worden.
Die Elfen sehen alles in allem ziemlich menschenähnlich aus, wirken aber insgesamt schöner und edler; charakteristische Merkmale sind sehr gleichmäßige Zähne und spitze Ohren. Sie können mit Menschen (übrigens auch mit Dryaden) Nachkommen haben. Viele von ihnen leben inzwischen unter den Menschen, es gibt allerdings auch freie Elfen – etwa in den Blauen Bergen –, die auf die Menschen als kulturlose Barbaren herabsehen und möglichst nichts mit ihnen zu tun haben wollen.
Da Elfen viel langlebiger sind als Menschen, betrachten manche von ihnen die Menschen als eine Art vorübergehendes Unglück. In den nördlichen Königreichen ist eine Partisanenbewegung von Elfen entstanden, die sich selbst „Scioa’tael“ („Eichhörnchen“) nennen; von Menschen verübte Pogrome gegen Nichtmenschen einerseits und Terroranschläge von Elfen andererseits bilden eine Gewaltspirale, die von Nilfgaard angeheizt wird.
Zauberer sind unter den Elfen ungefähr ebenso selten wie unter Menschen, die Elfen hatten die Magie jedoch schon zu einer hohen Kunst entwickelt, als die Menschen eintrafen, und manche Menschen haben bei ihnen gelernt, um ihre magischen Fähigkeiten zu vervollkommnen. Unter den freien Elfen gibt es eine Art besonders talentierter Zauberer, die „Aén Saevherne“ genannt werden, „die Wissenden“.